Nicht alles, was dich zurückhält, will dich aufhalten …
Stell dir vor, du bist gerade am Auto fahren und möchtest dich nach vorne beugen – und plötzlich hält dich der Sicherheitsgurt fest.
Für einen Moment ist das unangenehm. Du willst dich bewegen, doch etwas bremst dich. Aber der Gurt wurde nicht eingebaut, um dir Freiheit zu nehmen. Er wurde eingebaut, um dich zu schützen.
Vielleicht gibt es auch im Leben Momente, in denen du das Gefühl hast: „Warum hält Gott mich gerade zurück?“
Du möchtest weiter. Eine Tür soll sich öffnen. Eine Entscheidung soll endlich fallen. Etwas soll schneller vorangehen. Doch irgendwie kommt etwas dazwischen.
Eine Verzögerung. Ein unerwartetes Nein. Eine Möglichkeit verschwindet. Ein Plan funktioniert plötzlich nicht mehr.
Und dann fragen wir: „Herr, warum lässt du das nicht zu?“
Vielleicht ist nicht jedes Hindernis Gottes Führung. Aber manchmal erkennen wir erst viel später, dass eine Verzögerung auch Bewahrung gewesen sein kann.
Die Bibel sagt:
„Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele; der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!“
Psalm 121,7–8 · Schlachter 2000
Gott sieht mehr als den nächsten Moment. Er kennt Wege, bevor du sie gehst. Er sieht Folgen, die du heute noch nicht erkennen kannst. Und manchmal besteht seine Liebe nicht darin, dir sofort alles zu geben, was du möchtest. Manchmal besteht sie auch darin, dich zurückzuhalten.
Vielleicht hast du eine Absage bekommen, die dich enttäuscht hat.
Vielleicht ist eine Beziehung nicht so geworden, wie du gehofft hast.
Vielleicht musst du länger warten, als du wolltest.
Dann darfst du Gott fragen: „Wozu?“
Aber vielleicht kannst du gleichzeitig beten:
„Jesus, wenn du mich gerade vor etwas bewahrst, das ich noch nicht sehen kann, dann hilf mir, dir trotzdem zu vertrauen.“
Nicht jedes geschlossene Fenster ist ein Verlust. Nicht jede Verzögerung ist ein Rückschritt. Und nicht jedes Zurückhalten bedeutet, dass Gott gegen dich ist.
Vielleicht wirst du eines Tages zurückblicken und erkennen:
„Gut, dass es damals nicht so gekommen ist, wie ich es unbedingt wollte.“
Der Sicherheitsgurt fühlt sich in dem Moment, in dem er straff wird, wie eine Begrenzung an. Doch genau dann erfüllt er seinen Zweck.
Vielleicht hält Gott dich gerade nicht zurück, weil er dir etwas vorenthalten möchte. Vielleicht hält er dich fest, weil er dich liebt und bereits sieht, was du noch nicht sehen kannst. 🤍
Ich wünsche Dir einen wundervollen und überfließend gesegneten Tag ツ
In Jesu Liebe verbunden, Andreas ღ