Wenn du dich nicht mehr von jedem Gefühl führen lassen möchtest …
„Denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen.“
– 2. Korinther 5,7
Ihr Lieben,
unsere Gefühle sind wichtig. Sie zeigen uns, was uns bewegt, wo etwas weh tut, wo Freude wächst oder wo wir uns nach Veränderung sehnen. Aber Gefühle sind nicht immer gute Wegweiser.
Es gibt Tage, an denen du dich stark fühlst – und andere, an denen Zweifel, Müdigkeit oder Enttäuschung viel lauter sind. Wenn du jede Entscheidung davon abhängig machst, wie du dich gerade fühlst, kann dein Weg sehr unruhig werden.
Gott lädt dich zu etwas Tieferem ein: zu einem Glauben, der nicht jede Stimmung ignoriert, aber auch nicht von ihr beherrscht wird.
Du darfst sagen: „So fühle ich mich heute – aber das ist nicht automatisch die ganze Wahrheit.“
Vielleicht fühlst du dich gerade wenig hoffnungsvoll. Trotzdem bleibt Gott treu. Vielleicht spürst du wenig Kraft. Trotzdem kann er dich tragen. Vielleicht fühlt sich ein Weg unsicher an. Trotzdem kann seine Führung da sein.
Glaube bedeutet nicht, gegen deine Gefühle zu kämpfen. Es bedeutet, sie mit in Gottes Gegenwart zu nehmen und ihnen dort den richtigen Platz zu geben.
Du musst heute nicht alles fühlen, was du glauben möchtest.
Manchmal beginnt Hoffnung damit, Gottes Wahrheit festzuhalten, bis dein Herz langsam nachkommt.
Schreibe heute einen Satz auf: „Ich fühle gerade …“ und daneben: „Trotzdem bleibt wahr …“ Ergänze anschließend eine Zusage Gottes, an der du dich festhalten möchtest.
Ich wünsche dir einen wundervollen und überfließend gesegneten Tag. Möge der Herr dir heute helfen, deine Gefühle ernst zu nehmen, ohne dich von ihnen beherrschen zu lassen. Amen.
In Jesu Liebe verbunden, Andreas ღ