Wenn Furcht dir die Zukunft enger erscheinen lässt …
„An dem Tag, da ich mich fürchte, vertraue ich auf dich.“
– Psalm 56,4
Ihr Lieben,
Furcht hat eine besondere Art, unseren Blick zu verengen. Plötzlich sehen wir nicht mehr viele Möglichkeiten, sondern nur noch das, was schiefgehen könnte. Gedanken springen voraus, malen Szenarien aus und lassen das Morgen schwerer erscheinen, als es heute überhaupt ist.
David kannte solche Momente. Er sagt nicht: Ich fürchte mich niemals. Er sagt: „An dem Tag, da ich mich fürchte, vertraue ich auf dich.“
Das ist ein wichtiger Unterschied.
Glaube bedeutet nicht, dass Furcht nie auftaucht. Glaube bedeutet, dass Furcht nicht bestimmen muss, wohin dein Herz geht. Du darfst mit ihr zu Gott kommen, statt dich von ihr treiben zu lassen.
Vielleicht kannst du heute nicht alle Fragen beantworten, die dich beschäftigen. Vielleicht weißt du nicht, wie sich etwas entwickeln wird. Aber du kannst entscheiden, wem du dein Morgen anvertraust.
Gott ist bereits dort, wo deine Gedanken gerade voller Unruhe hinlaufen. Nichts, was morgen geschieht, wird ihn überraschen. Seine Treue wartet nicht erst dann auf dich – sie geht dir voraus.
Darum musst du Furcht nicht bekämpfen, indem du dir einredest, dass bestimmt nichts passieren wird. Du darfst ihr vielmehr entgegenhalten: Was auch kommt, Gott wird da sein.
Und genau darin liegt Hoffnung.
Schreibe heute eine konkrete Befürchtung auf. Formuliere darunter nicht, was hoffentlich nicht geschieht, sondern diese Wahrheit: „Was auch kommt – Gott wird bei mir sein und mich hindurchführen.“
Ich wünsche dir einen wundervollen und überfließend gesegneten Tag. Möge der Herr heute jede Furcht in deinem Herzen kleiner werden lassen und dir neu die Gewissheit schenken, dass du nichts von dem, was vor dir liegt, allein tragen musst.
In Jesu Liebe verbunden, Andreas ღ