Wenn du glaubst, dass aus deiner Situation nichts Gutes mehr entstehen kann …
„Ihr gedachtet mir zwar Böses zu tun; aber Gott gedachte es gut zu machen.“
– 1. Mose 50,20
Ihr Lieben,
manche Erfahrungen lassen uns ratlos zurück. Etwas ist zerbrochen, ein Plan ist gescheitert, ein Mensch hat uns verletzt oder eine Entwicklung ist ganz anders verlaufen, als wir gehofft hatten.
Dann kann schnell der Gedanke entstehen: Was soll daraus noch Gutes werden?
Josef kannte solche Fragen. Er wurde verraten, verkauft, vergessen und ungerecht behandelt. Lange sah sein Weg überhaupt nicht danach aus, als würde Gott daraus etwas Gutes entstehen lassen. Und doch war seine Geschichte nicht in den Händen der Menschen geblieben, die ihm geschadet hatten.
Gott schrieb weiter.
Das bedeutet nicht, dass alles Schlechte plötzlich gut wird oder dass wir Schmerz schönreden sollen. Aber es bedeutet: Das, was dir widerfahren ist, muss nicht das letzte Wort behalten.
Gott kann aus zerbrochenen Wegen neue Möglichkeiten wachsen lassen. Er kann aus deiner Erfahrung Mitgefühl entstehen lassen, aus deiner Verletzung neue Tiefe, aus deinem Umweg eine Begegnung und aus deiner Enttäuschung eine Reife, die du auf keinem anderen Weg gelernt hättest.
Vielleicht kannst du heute noch nicht erkennen, was Gott aus deiner Situation machen wird. Das musst du auch nicht. Deine Aufgabe ist nicht, bereits das ganze Bild zu verstehen. Es genügt, dein Leben erneut in seine Hände zu legen.
Was andere falsch gemacht haben, was du selbst bereust oder was einfach schmerzhaft verlaufen ist, kann Gottes Möglichkeiten nicht begrenzen.
Lege Gott heute genau diese Situation hin und bete: „Herr, ich sehe noch nicht, was du daraus machen kannst. Aber ich vertraue dir meine Geschichte neu an.“
Ich wünsche dir einen wundervollen und überfließend gesegneten Tag und ich wünsche dir, dass du Vergangenes nicht schönreden musst und dennoch darauf vertrauen kannst, dass Gott deine Geschichte weiterführt. Amen.
In Jesu Liebe verbunden, Andreas ღ