Gott sieht nicht nur dein Heute – er bereitet dein Morgen vor …
„Der HERR wird’s vollenden um meinetwillen. HERR, deine Gnade währt ewig; das Werk deiner Hände wirst du nicht verlassen!“
— Psalm 138,8
Ihr Lieben,
manchmal leben wir so sehr im Heute, dass wir vergessen, dass Gott längst an unserem Morgen arbeitet. Wir sehen die offenen Fragen, die unerledigten Dinge und die Unsicherheit vor uns. Gott aber sieht bereits den Weg, den wir morgen gehen werden.
Wie tröstlich ist dieser Gedanke! Unser Leben entwickelt sich nicht zufällig. Es liegt in den Händen eines Gottes, der Anfang und Ende kennt. Noch bevor wir aufwachen, ist seine Fürsorge schon da. Noch bevor wir um Hilfe bitten, weiß er, was wir brauchen. Und noch bevor wir den nächsten Schritt gehen, hat er ihn bereits in seiner Weisheit gesehen.
Der Psalmist sagt voller Vertrauen: „Der HERR wird’s vollenden um meinetwillen.“ Er sagt nicht: Ich werde alles zu Ende bringen. Er richtet seinen Blick auf Gottes Treue. Das nimmt den Druck von unseren Schultern. Wir dürfen fleißig sein und Verantwortung übernehmen – aber wir müssen nicht die Last tragen, alles aus eigener Kraft vollenden zu müssen.
Vielleicht hast du heute das Gefühl, dass in deinem Leben vieles unvollendet ist. Ein Gebet scheint unbeantwortet zu bleiben. Eine Veränderung lässt auf sich warten. Ein Traum ist noch nicht Wirklichkeit geworden. Doch Gott hat sein Werk mit dir nicht beendet.
Er formt dich oft gerade in den Zeiten des Wartens. Er bereitet Türen vor, die du heute noch nicht sehen kannst. Er gebraucht selbst Umwege, um dich näher an sein Herz zu führen. Nichts ist bei ihm vergeudet. Jede Erfahrung, jede Träne und jeder Schritt kann in seinen Händen Teil eines größeren Plans werden.
Darum verliere die Hoffnung nicht, wenn du heute noch kein fertiges Bild erkennen kannst. Der göttliche Künstler legt den Pinsel nicht aus der Hand. Er arbeitet mit Geduld, Liebe und vollkommener Weisheit. Und was er beginnt, das führt er auch ans Ziel.
Ruhe deshalb nicht in deiner eigenen Stärke, sondern in seiner Treue. Denn Gottes Liebe endet nicht mitten auf dem Weg – sie trägt dich bis ans Ziel.
Nimm dir heute einige Minuten Zeit und schreibe drei Bereiche auf, in denen du Gottes Wirken noch nicht erkennen kannst. Übergib sie ihm bewusst im Gebet und schließe mit den Worten: „Herr, ich vertraue darauf, dass du vollendest, was du begonnen hast.“
Ich wünsche dir einen wundervollen und überfließend gesegneten Tag. Möge der Herr dein Herz mit tiefer Zuversicht erfüllen und dir die Gewissheit schenken, dass dein Leben in seinen guten Händen geborgen ist. Amen.
In Jesu Liebe verbunden, Andreas ღ