Wenn du lernen darfst, das Gute nicht sofort zu relativieren …
„Schmeckt und seht, wie freundlich der HERR ist; wohl dem, der auf ihn traut!“
– Psalm 34,9
Ihr Lieben,
manchmal geschieht etwas Schönes – und noch bevor wir uns richtig darüber freuen können, machen wir es innerlich schon wieder kleiner.
Ein gutes Gespräch? War bestimmt nur Zufall.
Ein Moment des Friedens? Der hält sicher nicht lange.
Eine offene Tür? Wer weiß, was noch schiefgeht.
So schützen wir uns vielleicht vor Enttäuschungen, aber wir nehmen unserer Seele zugleich die Möglichkeit, Gottes Güte wirklich zu genießen.
Die Bibel lädt uns ein: „Schmeckt und seht, wie freundlich der HERR ist.“ Das bedeutet: Bleib einen Moment bei dem Guten. Nimm es wahr. Lass es dein Herz berühren. Du musst nicht sofort erklären, wie lange es bleiben wird oder was danach kommt.
Dankbarkeit braucht keinen vollkommenen Tag. Sie braucht nur ein offenes Herz für das Gute, das jetzt da ist.
Vielleicht schenkt Gott dir heute etwas Kleines: eine herzliche Begegnung, neue Kraft, ein unerwartetes Lächeln, einen Gedanken voller Hoffnung oder einen Augenblick, in dem du einfach merkst: Es geht mir gerade gut.
Dann nimm diesen Moment an.
Du musst Gottes Güte nicht relativieren, nur weil dein Leben noch offene Baustellen hat. Beides darf gleichzeitig wahr sein: Es gibt Dinge, die schwer sind – und es gibt Dinge, die schön sind.
Wenn dir heute etwas Gutes begegnet, halte kurz inne. Verzichte für einen Moment auf jedes „aber“ und sage einfach: „Danke, Herr. Das darf jetzt schön sein.“
Ich wünsche dir einen wundervollen und überfließend gesegneten Tag. Möge der Herr dir heute offene Augen für all das Gute schenken, das bereits da ist, auch wenn noch nicht alles vollkommen oder geklärt ist. Amen.
In Jesu Liebe verbunden, Andreas ღ