Wenn das Warum keine Antwort bekommt …
Es gibt Fragen, auf die wir so gerne eine Antwort hätten. Warum musste das geschehen? Warum verändert sich die Situation nicht? Warum hat Gott es zugelassen? Manches „Warum“ begleitet uns lange – und manchmal scheint jede Erklärung zu klein für das, was unser Herz empfindet.
Doch Jesus begegnet dir nicht erst dann, wenn alle Fragen geklärt sind. Er kommt mitten hinein in dein Unverständnis. Er verlangt nicht von dir, dass du alles verstehst, bevor du ihm vertrauen darfst. Du kannst mit deinen Fragen, deiner Enttäuschung, deiner Müdigkeit und auch mit deinen Tränen zu ihm kommen.
Vielleicht schenkt Gott dir nicht sofort die Erklärung, nach der du suchst. Aber er kann dir etwas geben, das dein Herz gerade noch dringender braucht: seine Nähe. Einen Frieden, der nicht daraus entsteht, dass plötzlich alles logisch wird, sondern aus der Gewissheit: Ich bin nicht allein. Jesus ist hier.
Seine Nähe nimmt nicht jede offene Frage weg, aber sie kann verhindern, dass diese Frage dein ganzes Herz beherrscht. Seine Liebe kann dich halten, während du noch wartest. Seine Hand kann dich weiterführen, obwohl du den Weg noch nicht verstehst.
Und vielleicht wirst du eines Tages zurückblicken und manches klarer sehen. Vielleicht bleiben auch Fragen offen. Doch selbst dann bleibt diese Wahrheit bestehen: Jesus war keinen einzigen Augenblick fern.
Darum darfst du heute dein „Warum“ in seine Hände legen. Du musst es nicht verdrängen und nicht schönreden. Sag ihm, was dich bewegt, und bleibe in seiner Nähe.
Denn manchmal ist die größte Antwort nicht eine Erklärung, sondern die Erfahrung: Jesus ist da. Und sein Friede trägt mich auch durch das, was ich noch nicht verstehen kann. 🤍
In Jesu Liebe verbunden, Andreas ღ