Wenn das Etikett kratzt 🏷️
Kennst Du das, manchmal ziehst du ein neues Kleidungsstück an und eigentlich passt alles. Doch nach kurzer Zeit merkst du: Das Etikett kratzt.
Es ist nur ein kleines Stück Stoff. Kaum sichtbar. Und trotzdem kann es dich den ganzen Tag beschäftigen. Du zupfst daran, schiebst es zur Seite, versuchst es zu ignorieren – aber du spürst es immer wieder.
Manchmal tragen wir auch im Leben „Etiketten“, die andere Menschen uns angeheftet haben.
„Du bist zu empfindlich.“
„Aus dir wird nichts.“
„Du bist schwierig.“
„Du schaffst das sowieso nicht.“
Vielleicht stammen solche Sätze aus deiner Kindheit. Vielleicht aus einer Beziehung. Vielleicht aus einer Enttäuschung oder einem Fehler. Und obwohl die Worte längst gesprochen wurden, kratzen sie manchmal noch heute an deinem Herzen. Doch die entscheidende Frage lautet: Wer darf eigentlich bestimmen, wer du bist?
Gott sagt: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein.“
Jesaja 43,1 · Schlachter 2000
Gott nennt dich nicht nach deinen Fehlern. Er nennt dich bei deinem Namen. Du bist für ihn nicht „der Versager“. Nicht „die Enttäuschung“. Nicht „zu wenig“. Nicht „hoffnungslos“.
Du bist ein Mensch, den er kennt, liebt und zu sich ruft. 🤍
Vielleicht hast du manche Etiketten schon so lange getragen, dass du glaubst, sie gehörten zu dir. Aber nur weil jemand etwas über dich gesagt hat, wird es dadurch noch nicht zu Gottes Wahrheit über dein Leben.
Vielleicht darfst du heute einmal ehrlich hinschauen: Welches Etikett trage ich noch, obwohl Gott es mir nie gegeben hat? Vielleicht ist es:
„Ich bin nicht gut genug.“
„Ich muss es allen recht machen.“
„Ich darf keine Schwäche zeigen.“
„Meine Vergangenheit bestimmt meine Zukunft.“
Dann darfst du dieses Etikett vor Jesus bringen. Nicht jeder Satz, der dich geprägt hat, muss dich für immer definieren.
Du kannst beten:
„Jesus, zeige mir, wo ich Worte über mich glaube, die nicht deiner Wahrheit entsprechen. Hilf mir, mich mit deinen Augen zu sehen.“
Vielleicht lässt sich manches alte Etikett nicht von heute auf morgen entfernen. Aber jedes Mal, wenn die alte Stimme wieder „kratzt“, darfst du ihr Gottes Wahrheit entgegenhalten. Du bist mehr als das, was Menschen über dich gesagt haben. Du bist mehr als dein größter Fehler. Du bist mehr als deine Vergangenheit.
Gott kennt deinen Namen. Und vielleicht beginnt heute etwas Neues, wenn du aufhörst, dich nach alten Etiketten zu beurteilen, und anfängst, Gottes Worte über deinem Leben wieder mehr zu glauben als die Stimmen von gestern. 🤍
Ich wünsche ich Dir einen wundervollen und überfließend gesegneten Tag ツ
In Jesu Liebe verbunden, Andreas ღ