Wenn du dich nicht ständig selbst überprüfen musst …
„Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich es meine.“
– Psalm 139,23
Ihr Lieben,
manchmal beobachten wir uns selbst so genau, dass kaum noch Ruhe bleibt. War meine Entscheidung richtig? Habe ich genug geglaubt? War meine Reaktion angemessen? Hätte ich anders handeln müssen?
Selbstreflexion kann hilfreich sein. Aber wenn wir uns ständig innerlich kontrollieren, wird sie schnell anstrengend. Dann suchen wir nicht mehr nach Klarheit, sondern nach einer Sicherheit, die wir durch endloses Prüfen kaum finden können.
David betet anders. Er sagt nicht: „Ich werde mich selbst so lange analysieren, bis ich alles verstanden habe.“ Er bittet Gott: „Erforsche mich.“
Das ist entlastend.
Du darfst dein Herz Gott anvertrauen. Er kennt deine Motive, deine blinden Flecken und auch deine guten Absichten besser als du selbst. Wo etwas korrigiert werden muss, kann er es dir zeigen. Wo du dich unnötig beschuldigst, kann er dir Frieden schenken.
Du musst nicht jeden Gedanken über dich selbst bis zum Ende verfolgen.
Vielleicht darfst du heute sagen: „Herr, wenn etwas verändert werden soll, zeige es mir klar. Und wenn nicht, hilf mir, mich nicht weiter damit zu beschäftigen.“
Gottes Stimme führt in Wahrheit – aber nicht in endlose Selbstbeobachtung.
Ich möchte Dir heute Mut zusprechen: Wenn du dich heute erneut bei derselben Selbstprüfung ertappst, bete: „Herr, du kennst mein Herz. Wenn ich etwas erkennen muss, zeige es mir. Den Rest lasse ich bei dir.“
Ich wünsche dir einen wundervollen und überfließend gesegneten Tag. Möge der Herr dir heute die Freiheit schenken, dich nicht ständig selbst überprüfen und jede Entscheidung immer wieder neu bewerten zu müssen. Amen.
In Jesu Liebe verbunden, Andreas ღ