Wenn du nicht jedes Problem zu deiner Aufgabe machen musst …
Manchmal siehst du etwas, das nicht gut läuft, und sofort beginnt es in dir zu arbeiten. Jemand hat Schwierigkeiten. Eine Situation müsste geklärt werden. Etwas könnte besser organisiert sein. Und schnell entsteht der Gedanke: Vielleicht sollte ich mich darum kümmern.
Gerade wenn du gern hilfst, Verantwortung übernimmst oder andere nicht im Stich lassen möchtest, kann es schwer sein, einfach weiterzugehen.
Doch nicht jedes Problem, das du erkennst, ist automatisch deine Aufgabe.
Du kannst etwas sehen, ohne es lösen zu müssen. Du kannst mitfühlen, ohne die Verantwortung zu übernehmen. Und du darfst einen Menschen Gott anvertrauen, ohne selbst die Antwort für seine Situation werden zu müssen.
Manchmal ist Helfen richtig. Manchmal ist Beten richtig. Und manchmal besteht Weisheit darin, bewusst nicht einzugreifen.
„Befiehl dem HERRN deinen Weg und vertraue auf ihn, so wird er handeln.“
– Psalm 37,5
Gott ist auch dort am Werk, wo du nicht handelst.
Vielleicht fällt dir das gerade schwer, weil du befürchtest, dass nichts geschieht, wenn du dich nicht kümmerst. Doch du bist nicht für alles verantwortlich, was dir auffällt.
Du darfst Jesus fragen: „Herr, ist das wirklich meine Aufgabe – oder soll ich es einfach dir überlassen?“
Diese Frage kann viel Frieden schenken.
Denn manchmal raubt uns nicht unsere eigene Verantwortung die Kraft, sondern all das, was wir zusätzlich zu unserer Verantwortung gemacht haben.
Ich wünsche dir ganz persönlich, dass Jesus dir heute Klarheit darüber schenkt, was wirklich in deine Hände gehört. Möge er dir Mut zum Helfen geben, wo du gebraucht wirst – und ebenso viel Frieden, Dinge bei ihm zu lassen, die du nicht tragen musst. Du darfst vertrauen: Gott kann auch ohne dein Eingreifen handeln. 🙏
In Jesu Liebe verbunden, Andreas ღ