Wenn du dich nach einem Menschen sehnst, der dich nicht verändern will …
„Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, welche ihn fürchten.“
– Psalm 103,13
Ihr Lieben,
manchmal wünschen wir uns nicht zuerst einen Rat, eine Lösung oder einen neuen Plan. Wir wünschen uns einfach jemanden, bei dem wir sein dürfen, wie wir gerade sind.
Einen Menschen, der nicht sofort sagt, was wir anders machen sollten. Der unsere Müdigkeit nicht bewertet, unsere Fragen nicht kleinredet und unsere Gefühle nicht korrigieren will. Einfach jemanden, der bleibt.
Bei Gott findest du genau diese Art von Nähe.
Er sieht dich nicht nur als „Projekt“, an dem noch gearbeitet werden muss. Er sieht dich als sein geliebtes Kind. Natürlich möchte er dich führen, heilen und verändern – aber seine Liebe beginnt nicht erst dann, wenn du weiter bist.
Du darfst heute zu ihm kommen, ohne dich vorher sortieren zu müssen. Mit deiner Stärke und deiner Schwäche. Mit deiner Freude und deiner Enttäuschung. Mit den Bereichen, die schon heil geworden sind, und denen, die noch Zeit brauchen.
Gottes Gegenwart sagt nicht zuerst: „Werde anders.“
Sie sagt zuerst: „Komm her.“
Und oft beginnt genau dort echte Veränderung – nicht unter Druck, sondern in der Sicherheit, geliebt zu sein.
Vielleicht brauchst du heute gar keine neue Aufgabe. Vielleicht brauchst du nur die Gewissheit: Ich darf bei Gott einfach sein.
Nimm dir heute einige Minuten und verzichte bewusst auf Bitten und Aufgaben. Sitze einfach still vor Gott und sage: „Vater, hier bin ich. Danke, dass ich bei dir sein darf.“
Ich wünsche dir einen wundervollen und überfließend gesegneten Tag. Möge der Herr dir heute neu zeigen, dass du bei ihm nichts vorspielen und niemand anderes sein musst. Du darfst mit allem zu ihm kommen, was gerade in dir lebt – mit deiner Freude, deiner Müdigkeit, deinen Fragen und auch mit dem, was noch unfertig ist. Amen.
In Jesu Liebe verbunden, Andreas ღ