Wenn du lernen darfst, nicht jedem inneren Mangel sofort hinterherzulaufen …
„Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.“
– Psalm 23,1
Ihr Lieben,
manchmal entsteht in uns das Gefühl: Mir fehlt etwas. Mehr Anerkennung. Mehr Nähe. Mehr Sicherheit. Mehr Erfolg. Mehr Abwechslung. Mehr Bestätigung.
Und schnell beginnen wir, diesem Gefühl hinterherzulaufen.
Doch nicht jeder empfundene Mangel bedeutet, dass dir wirklich etwas Entscheidendes fehlt. Manches ist nur die Unruhe eines Herzens, das vergessen hat, wie viel bereits da ist.
Psalm 23 beginnt nicht mit dem Satz: „Ich habe alles, was ich mir wünsche.“ Er beginnt mit einer Beziehung: „Der HERR ist mein Hirte.“
Darin liegt tiefer Frieden.
Vielleicht wird Gott nicht jede Sehnsucht sofort erfüllen. Aber er möchte dir zeigen, dass dein Herz nicht leer bleiben muss, nur weil ein Wunsch offen ist. Seine Gegenwart kann tragen, bevor sich deine Umstände verändern.
Du darfst Wünsche haben. Du darfst dich nach Dingen sehnen. Doch du musst nicht glauben, dass dein Leben erst dann ganz wird, wenn alles erfüllt ist.
Vielleicht ist die wichtigste Frage heute nicht: „Was fehlt mir noch?“
Sondern: „Was hat Gott mir längst geschenkt, das ich kaum noch wahrnehme?“
Dankbarkeit nimmt Sehnsucht nicht weg. Aber sie verhindert, dass der Mangel größer wird als Gottes Güte.
Schreibe heute drei Dinge auf, die bereits da sind und dir guttun. Danke Gott ganz bewusst dafür, bevor du ihn um das bittest, was dir noch fehlt.
Ich wünsche dir einen wundervollen und überfließend gesegneten Tag. Möge der Herr dir heute helfen, nicht nur auf das zu schauen, was dir noch fehlt, sondern auch auf all das Gute, das bereits in deinem Leben da ist. Amen.
In Jesu Liebe verbunden, Andreas ღ